Tuesday, 10 May 2011

Wieviele Frechheiten und Erniedrigungen muß man sich noch bieten lassen

Bundestag hisst EU-Flagge

10.05.2011
Nicht nur dass Deutschland Hunderte Milliarden für Euro und Europa zahlen muss – jetzt wird auch noch die EU-Flagge auf dem Reichstag gehisst. Bundestagspräsident setzt sich eigenmächtig über Dienstanweisung hinweg. Flaggenordnung soll später geändert werden.
Bild Nr. 29906 - 1 mal gesehen
EU-Flagge über Reichstag - eigenmächtige Entscheidung vom Bundestagspräsidenten

Pikanter hätte der Zeitpunkt nicht gewählt werden können. Während die Diskussion um Billionen für Euro und EU ihren Höhepunkt erreicht und ein Rettungspaket nach dem anderen durchgewunken wird, wurde auf dem Bundestag schon mal die Europa-Flagge gehisst. Dies geht auf eine Entscheidung des Bundestagspräsidenten Norbert Lammert zurück. Die Anweisung gilt seit Montag und soll ewig Bestand haben.

Wie die "Saarbrücker Zeitung" berichtet, wird die Flagge künftig ständig über dem Südostturm des Parlamentsgebäudes wehen. Eine entsprechende Entscheidung habe Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU) gefällt. Seit Montag wehen damit nur noch drei statt vier deutsche Fahnen auf den Türmen des Reichstags. Laut Zeitung will Lammert mit dem Hissen der Europafahne als künftig vierte Flagge die Verbundenheit des Bundestages mit Europa symbolisieren.

Die Änderung der Beflaggung des Deutschen Bundestages war offenbar wieder mal alternativlos. Die Abgeordneten wurden nicht befragt und durften auch nicht abstimmen.  Auch steht ausdrücklich in den Dienstanweisungen zur Beflaggung der Dienstgebäude des Deutschen Bundestages, dass dort selbstverständlich schwarz-rot-gold zu wehen haben. Über all diese Bestimmungen setzte sich der Bundestagspräsident eigenmächtig hinweg.

Eine entsprechende Änderung der "Dienstanweisung zur Beflaggung der Dienstgebäude des Deutschen Bundestages" müsse deshalb noch vorgenommen werden, schreibt die Zeitung weiter. Demnach soll die sogenannte Flaggenordnung "zeitnah" von der Bundestagsverwaltung geändert werden.

Fast zum gleichen Zeitpunkt und fast an der gleichen Stelle wurde vor 66 Jahren auf dem Reichstag schon mal eine andere Fahne gehisst: Es war die Rote Fahne.
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Es ist eines der bekanntesten Fotos aller Zeiten: Zwei sowjetische Soldaten hissen auf dem Dach des Reichstages die Rote Fahne. Das Bild steht wie kein anderes für die Niederlage Deutschlands. Dabei hat die Aufnahme mit der Realität nichts zu tun: Sie wurde erst am 2. Mai 1945 fotografiert, zwei Tage nach der tatsächlichen Flaggenhissung.


Monday, 9 May 2011

Erfolg nun endlich komplett!

Vor geraumer Zeit war ich "VERSICHERUNGSPFLICHTIG" beschäftigt.
Später wurde mir vom Arbeitgeber gekündigt und ich wurde bei der IKK-Sachsen abgemeldet - mit amtlichem Formular und so.


Doch die IKK-Sachsen dachte überhaupt nicht daran, meine Zwangsmitgliedschaft zu löschen. Statt dessen flatterten allmonatlich Beitragsrechnungen und Mahnungen ins Haus.
Alles in allem summierten sich die Forderungen der IKK-Sachsen auf über 10.000 Euro.


Ich verwies die IKK-Sachsen auf die schriftliche Abmeldung durch meinen ehemaligen Arbeitgeber.
Daraufhin wurde eine Zwangshypothek in Höhe der Forderungen ins Grundbuch eingetragen.


Nun habe ich der IKK-Sachsen einen langen Brief geschrieben und den Mitarbeitern der IKK zu verstehen gegeben, daß ich mich notfalls mittels internationaler Strafanzeige und Schadensersatzklage wehren werde.


Noch vor Ablauf der von mir gesetzten Frist wurde meine "Mitgliedschaft" beendet und die Forderungen zurückgenommen. Weiterhin wurde mir mitgeteilt, daß die Zwangshypothek gelöscht würde.


Jetzt, endlich nach fast fünf Monaten habe ich es schriftlich: Die Zwangshypothek ist gelöscht!


Was offensichtlich ist, wurde mir nun schriftlich bestätigt!

Sunday, 1 May 2011

Warum das System nicht zu retten ist!


Warum Staatsbankrott und die Währungsreform unvermeidlich ist!

Von Martin Klipfel

Die Antwort findest Du in den Bilanzen, genauer gesagt in der „Passiva" oder bei Deinem gesunden Menschenverstand — sofern Du einen hast. Ruhig, ruhig, ganz ruhig, tief durchatmen, ich meine es doch gut mit Dir, denn ich gehe davon aus, dass bei Dir noch alles in Ordnung ist und Du meinen Worten folgen kannst!

Hart, aber herzlich, und ich gehe weiter davon aus, dass Dich dieses Thema heiß interessiert, und dass durch meine „aufmunternde" Einleitung Dein Wissensdurst nicht eingetrübt wurde, sondern dass Du begierig auf neue Erkenntnisse bist! Deshalb Spaß beiseite, denn nun kommt der „Ernst" – der Martin, und der Martin M. Luder erklärt Dir nun die Buchhaltung der Banken. Ich zeige Dir, warum das Finanzsystem nicht mehr zu retten ist.

Wo war ich stehengeblieben? Ach ja bei „Passiva". Dort, auf der Passiva-Seite, liegt das große Übel. Bisher konzentrierten sich die Massenmedien auf die Gier amerikanischer Kreditnehmer und auf Unmengen von Credit Swaps und anderen Mistpapieren. Das ist die eine Seite der Medaille, und in der Bilanz wird das in der „Aktiva" abgelegt.

Ganz schön blöd, aber die wirklich große Bedrohung findest Du in der „Passiva". Dort droht uns noch viel größeres Ungemach, denn in diese Spalte der Bilanz notiert der Gangster, der Bänker, u.a. auch die Verbindlichkeiten gegenüber dem Sparer. Um das etwas besser zu verstehen, hier ein kleiner Ausflug in die Buchhaltung der Finanzmafia. Zu den Grundregeln gehört es, dass die Bilanzsumme der Aktiva und der Passiva identisch sein muss —eine ausgeglichene Bilanz halt. Das bedeutet in der Praxis, dass die Verbindlichkeiten gegenüber den Sparern nur dann erbracht werden können, wenn auf der Gegenseite immer mehr Kredite vergeben werden.

Zur Sicherheit wiederhole ich den Satz, denn diesen Satz solltest Du Dir unbedingt auf der Zunge zergehen lassen! Also nochmal: Das bedeutet in der Praxis, dass die Verbindlichkeiten gegenüber den Sparern nur dann erbracht werden können, wenn auf der Gegenseite IMMER MEHR KREDITE vergeben werden! Frage: Ist bei Dir jetzt der Groschen gefallen? Ich höre ein klares „Ja", und Du meinst: „Die Sache muss doch schiefgehen?!“

Antwort: Gute Antwort, aber werde nun bitte nicht hektisch, verfalle nicht in Panik, denn Du weißt doch mittlerweile, dass Dein Geld auf der Bank sicher ist. So zumindest hat es Dir und mir unsere geliebte Bundeskanzlerin, das Merkel, versprochen. Und wenn Du dieser Frau nicht traust, dann kannst Du mit Deiner Bank ja mal einen Stresstest machen. Und das geht so: Du lässt Dir noch heute Dein Sparguthaben in bar ausbezahlen, und alle Deine Freunde und meine Leser machen Dir das nach. Hui, das lass mal lieber bleiben, denn wenn das alle Leser/Sparer machen, dann wirst Du erkennen müssen: Dein Geld ist gar nicht auf Deiner Bank! Dein Spargroschen, Dein Vermögen, ist schon längst in besseren Händen ... grins … und was Du bisher auf dem Sparbuchzettel als Guthaben angenommen hast, ist nur eine Zahl … Schall und Rauch, denn ein Wert steht nicht dahinter! Dumm gelaufen – du wurdest ganz einfach „über den Tisch gezogen“, man hat Deine Dummheit ausgenutzt.

Okay, somit wirst Du nach dem Systemcrash mit Grausen und Entsetzen feststellen, dass das, was Dir Frau Merkel versprochen hat, leider nur ein Versprecher war, aber kein Versprechen! Versprechen und versprechen, das gleiche Wort — gute deutsche Sprache! Ich werde deshalb wieder mal etwas direkt und flüstere Dir ins Ohr: Demnächst wird Dein Sparbuch, Deine Riester-Rente, Deine Lebensversicherung und Dein Geld unter der Matratze am A... sein!!!!!! Oh, da war ich doch etwas zu laut — Entschuldigung. Ich glaube Du verstehst mich und ich muss das „A ...“ nicht weiter ausführlich erklären. Bitte rege Dich nun wieder ab, denn auf jeden Fall schließe ich mich Deiner Meinung an, dass der Ausgleich von Aktiva und Passiva nicht mehr lange funktionieren wird.

Ja, das kann nicht mehr lange gutgehen, denn wie Du mittlerweile weißt, sind viele Kredite notleidend, und um diese Not zu lindern, pumpen die Staaten der Welt unermüdlich neues Geld ins Bankensystem. Ja, ins Banken- sowie in das Versicherungssystem und in die „kranken"-Kassen, nur bei Dir und bei mir kommt gar nichts von diesen Segnungen an. Seltsamerweise wird in immer kürzeren Abständen noch mehr Geld gebraucht. Liegt das vielleicht am Zinseszinssystem?

Was heute in der „freien" Presse noch als „gerettet" hochgejubelt wird, steht morgen schon, mit der Bitte um eine weitere Milliarden-Euro-Spritze, wieder vor der Tür. Dazu verweise ich auf das Beispiel Griechenland, wo im letzten Jahr noch in letzter Minute, mit viel Getöse ein gigantischer Rettungsschirm aufgestellt wurde, der jedoch mittlerweile schon wieder so viele neue Löcher wie ein Schweizer Emmentaler Käse hat!

Dem Beispiel Griechenland folgten Irland und Portugal, und böse Zungen behaupten mittlerweile, dass Spanien als nächstes Land an der Reihe ist. So geht es bis zum bitteren Untergang munter weiter. Du hast sicher auch schon gehört oder gelesen, dass die Deutschen am Ende die Welt retten ... grins … müssen?! Ich sage erst mal: Gute Nacht!

Im nächsten Teil schauen wir uns die „Passiva“ näher an! So lange kannst Du, über dieses heikle Thema, beim „Gockel" weiterführende Informationen lesen, hören und sehen. Gib mal als Suchbefehl Andreas Clauss, Andreas Popp oder Dr. Bernd Senff ein — basssssst schooo!! Ich bin erst mal am Ende! Ich muss noch zur Bank, denn ich möchte sehen, ob mein Geld noch da ist! Bis neulich!

Liebe Grüße von Martin M. Luder!

Es gibt ziemlich viele geistig umnachtete - in der CDU

Das folgende Gespräch ist eigentlich ein Augenöffner für CDU-Wähler.


Dann also - viel Vergnügen beim Lesen!



Gespräch mit Ruprecht Polenz

„Unsere Werte sind mit dem Islam kompatibel“

Ruprecht Polenz ist CDU-Abgeordneter im Bundestag, Vorsitzender des Auswärtigen Ausschusses und Autor des Buches „Besser für beide. Die Türkei gehört in die EU“. Europa wolle keinen Kampf der Kulturen, sagt er im Interview der Sonntagszeitung.

Ruprecht Polenz: “Die Türkei will nicht Deutschland beitreten, sondern der EU“Ruprecht Polenz: "Die Türkei will nicht Deutschland beitreten, sondern der EU"
Herr Polenz, Sie sagen, die Türkei gehört in die Europäische Union. Müssten Sie angesichts der Griechenland-Krise nicht etwas kleinlauter werden?
Im Gegenteil. Sowohl die Türkei als auch die EU werden im Falle eines Beitritts nach innen und außen stärker sein. Die Euro-Krise und der Beitritt spielen sich auf zwei völlig verschiedenen Zeitschienen ab. Der Euro muss jetzt sehr schnell stabilisiert werden - der mögliche EU-Beitritt der Türkei aber liegt in ferner Zukunft.

Aber zeigt die Griechenland-Krise nicht, dass sich die EU übernommen hat?
Ich sehe mit Sorge, dass in diesen Tagen nicht nur D-Mark-Nostalgiker meinen, ohne die EU ginge es Deutschland besser. In Umfragen sagen 28 Prozent, es sei ein Nachteil für Deutschland, Mitglied der EU zu sein, nur 20 Prozent sehen die Mitgliedschaft als Vorteil. Unabhängig von der Türkei-Frage müssen wir besser als bisher verstehen, worauf unser Wohlstand gründet: nämlich vor allem auf unserer Einbindung in den Friedens- und Stabilitätsraum der Europäischen Union mit einem gemeinsamen Binnenmarkt, in den der Großteil unserer Exporte geht. Wir müssen auch daran denken, wie Europa in Zukunft neben den Riesen China, Indien und Nordamerika bestehen kann. Das wirtschaftliche Potential der Türkei und ihre Funktion als Brücke für unsere Energieversorgung aus Zentralasien und dem Nahen Osten sind dabei von entscheidender strategischer Bedeutung.

Wäre die EU überhaupt fähig, ein so großes Land wie die Türkei aufzunehmen? Muss die Devise nicht besser lauten: Vertiefung vor Erweiterung?

Damit wir die Euro-Krise überwinden können, werden wir die europäische Integration vertiefen und die Finanzpolitiken der Mitgliedstaaten besser koordinieren müssen. Das ist richtig. Wir müssen aber auch sehen, dass Europa von außen betrachtet als ein alternder, schrumpfender und undynamischer Kontinent erscheint. Mit dem Türkei-Beitritt wird sich das ändern. Wir würden der Welt außerdem zeigen, dass Europa keinen Kampf der Kulturen will und unsere Vorstellungen von Rechtsstaat und Menschenrechten auch mit dem Islam kompatibel sind.

Damit hätte Europa den Kampf der Kulturen in seinen eigenen vier Wänden.


Sie sagen selbst, dass die Türkei noch nicht reif sei für einen Beitritt.
Nein, im Gegenteil. Im Übrigen geht es um Europas Glaubwürdigkeit gegenüber der Türkei: Schon in den fünfziger Jahren haben wir der Türkei eine Beitrittsperspektive gegeben, später hat sich auch Helmut Kohl dafür ausgesprochen. Es gilt immer noch: pacta sunt servanda.
Die Türkei würde zum Zeitpunkt des EU-Beitritts eine andere sein, als sie es heute ist. Dieser Prozess dauert noch etliche Jahre. Noch immer ist der Staat in der Türkei zu stark und die Zivilgesellschaft zu schwach, es gibt Probleme bei der Unabhängigkeit der Justiz, der Meinungsfreiheit, den Minderheitenrechten.

. . . und die Lage der Christen am Bosporus ist schlecht.

Das stimmt, aber auch die Christen in der Türkei befürworten einen EU-Beitritt. Sie sind der Meinung, dass sich ihre Situation nur verbessern kann, wenn das Land weiter in Richtung EU geht. Dieser Hebel ist wichtig, damit es zu Reformen kommt. Das haben uns auch der evangelische und der katholische Pfarrer berichtet, als ich kürzlich mit der Bundeskanzlerin in Istanbul war.

Aber würde die EU nicht ihre Identität und ihre Handlungsfähigkeit einbüßen?

Diese Argumente hat es schon immer gegeben. Schon Charles de Gaulle wollte den Beitritt Großbritanniens verhindern, weil er Angst hatte, das Machtgefüge in der EU würde sich verändern. Als Schweden und Österreich beitreten wollten, hieß es, das ginge nicht, weil die keine Nato-Mitglieder seien. Bis jetzt haben aber alle Beitritte die EU gestärkt.

Anders als Großbritannien und Österreich ist die Türkei aber vor allem arm. Es würden gewaltige EU-Transferleistungen fällig.

Das ist Verhandlungssache. Die EU muss bei einem Türkei-Beitritt keinen Cent mehr zahlen, als sie wirklich will. Man muss aber auch sehen: Die Auslandsinvestitionen in die Türkei sind seit Beginn der Beitrittsverhandlungen sprunghaft angestiegen, und die türkische Wirtschaft entwickelt sich sehr dynamisch.

Wenn man Ihnen zuhört, bekommt man den Eindruck, Sie wollten der Türkei mit der Beitrittsperspektive eine Möhre vor die Nase halten, damit sie überhaupt vorangeht. Von allein geht sie wohl nicht?

Doch, gerade die jetzige Regierung hat verstanden, dass Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und Marktwirtschaft im ureigenen türkischen Interesse sind. Sie weiß auch, dass die Türkei ohne die enge Anbindung an die EU für ihre Nachbarstaaten nicht so interessant wäre - für die Staaten am Schwarzen Meer und im Nahen Osten, für Israel, Syrien und Iran, wo Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan erst vergangene Woche Gespräche über das Atomprogramm geführt hat. Die EU ist an Stabilität in ihrer Nachbarschaft interessiert. Die Türkei kann dazu beitragen.

Unter diesem Gesichtspunkt müsste man auch die Ukraine aufnehmen - die ist nicht einmal muslimisch.

Die Frage stellt sich jetzt nicht, auch wenn Polen und Balten drängen. Die Türkei ist kein Präzedenzfall für die Ukraine oder andere Länder.

Sie haben keine Angst vor einer Überdehnung?

Nein. Die EU ist nicht mit den alten Reichen zu vergleichen, die immer mächtiger geworden sind und dann an ihrer eigenen Größe untergingen. Die EU wird eben nicht zentral von Brüssel aus regiert. Sie ist eine Art Flottenverband, dem sich weitere Schiffe anschließen können.

Sie erwähnen in Ihrem Buch die Zwangsehen und Ehrenmorde. Da wird deutlich: Die Türkei ist ein islamisches Land, Präsident Erdogan gehört zur islamisch-konservativen AKP. Passt das wirklich zu uns und dem, was viele unter christlichem Abendland verstehen?

Natürlich. Niemand identifiziert sich allein durch seine Religionszugehörigkeit, sondern zum Beispiel auch durch sein Alter oder Geschlecht. Der eine geht oft in die Kirche, der andere nie. Die Türkenfurcht stammt noch aus der Zeit, als die Türken vor Wien lagen. Die Türkei war schon immer ein Teil des europäischen Mächtesystems, sie hat sich mal mit diesem und mal mit jenem christlichen Herrscher verbündet. Auch Spanien hat ein siebenhundertjähriges islamisches Erbe mit in die EU gebracht. Der Islam hat immer zu Europa gehört. Der Begriff christliches Abendland taucht in keinem der europäischen Verträge auf. Er wurde einst von denjenigen geschaffen, die sich gegen die Aufklärung wandten und das Mittelalter glorifizierten.

Sie kommen aus dem katholischen Münster. Warum wollen Sie das christliche Abendland nicht verteidigen?

Das negative Islambild in Deutschland hat mich schon immer umgetrieben. Die Fatwa gegen Salman Rushdie hat mich damals empört - und dann las ich auch noch in der Zeitung, dass die Lufthansa ihn nicht mitreisen lassen wolle. Zur Begründung hieß es: Man würde ja auch keine Pestkranken mitnehmen. Ich habe diese Fluggesellschaft dann boykottiert. Wir können einen Zusammenprall der Kulturen nur verhindern, wenn wir dagegensteuern.

Sie stehen ziemlich allein. Nicht einmal ein Drittel der Deutschen ist für einen EU-Beitritt der Türkei. Die Sarrazin-Debatte hat gezeigt, wie groß die Angst vor Überfremdung ist. Ist Ihnen das egal?

Nein. Der Beitrittsprozess kann nur erfolgreich sein, wenn es gelingt, auch die Bevölkerung dafür zu gewinnen. Die Türkei will nicht Deutschland beitreten, sondern der EU. Deutschland könnte einseitig und verbindlich festlegen, dass es auch nach einem Beitritt keine Freizügigkeit für türkische Arbeitnehmer gibt. Es gibt keine objektiven Gründe für Überfremdungsängste.

Mit Ihrer Position widersprechen Sie Ihrer Partei und der Vorsitzenden Merkel, die sich für die Türkei eine privilegierte Partnerschaft wünscht. Ist dieses Nein eine dieser letzten konservativen Bastionen, die nach und nach der Modernisierung der Partei zum Opfer fallen?

Noch unter Helmut Kohl hat sich die CDU für einen EU-Beitritt ausgesprochen, wenn die Türkei die Beitrittskriterien erfüllt. Sie hat sich erst unter der rot-grünen Regierung anders orientiert. Meiner Ansicht nach ist das ein Fehler. Meine Position entspricht übrigens exakt dem Koalitionsvertrag.

In Niedersachsen gibt es eine türkischstämmige Ministerin. Sollte sich die CDU weiter für Muslime öffnen - obwohl sie ein C im Namen führt?

Jeder, der unsere Ziele und Werte teilt, muss in der Union mitarbeiten können, auch Muslime. Die CDU muss eine Volkspartei bleiben, gerade in einer Einwanderungsgesellschaft. Dazu gehört, dass die Einwanderer politisch mitwirken können. Es ist ja kein Zufall, dass die meisten CDU-Oberbürgermeister in den Großstädten meine Position zur EU-Mitgliedschaft der Türkei teilen. Die Integration der Einwanderer würde leichter werden, wenn die Türkei Mitglied wäre. Fortschritte bei der Integration würden auch die Zustimmung in der Bevölkerung zu einem Beitritt erhöhen. Beides hängt zusammen.
Mit dem Vorsitzenden des Auswärtigen Ausschusses sprach Oliver Hoischen.

Buchtip!!!!!!

"Der totale Widerstand" von Major Hans von Dachs.


Hier könnt Ihr es kostenlos haben!


http://www.frankenreich.net/sonderbuch/der%20totale%20widerstand.pdf


Hab es selbst noch nicht gelesen - soll aber alles enthalten, was der Widerständler wissen sollte!

Saturday, 30 April 2011

JAPAN - Nachrichten aus so ziemlich erster Hand

Grosse Ostjapan-Erdbebenkatastrophe: Update XVII

19.04.11 01:05:02 Kategorien: Neues aus Nippon Umfang: 923 Wörter Gelesen: 817 mal
Schon Teil 17... mittlerweilen bekomme ich wirklich allmählich Lust, mal wieder über etwas Anderes zu schreiben.
Seit dem Erdbeben sind nun schon gute 5 Wochen vergangen, aber noch immer bestimmen die Folgen hier die Nachrichten und die Gedanken. Deshalb mal wieder ein paar Informationen dazu, was in Japan gerade passiert in punkto Erdbeben - verbunden mit ein paar wichtigen Schlagwörtern.
Lage im Norden
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Es scheint mehr oder weniger schnell voranzugehen im Norden. Am 30. April soll wohl die gesamte Shinkansen-Strecke im Norden wieder freigegeben werden - man arbeitet mit Hochdruck daran, die teilweise zerstörten Trassen (ein grosser Teil verläuft ja auf Stelzen) wieder herzurichten. Sicher gibt es wichtigere Dinge als funktionierende Shinkansen, aber eine gewisse Bedeutung, und nicht zu vergessen Symbolkraft, haben sie schon. Auch erste Flughäfen (Sendai) und Häfen können wieder benutzt werden, womit der Transport von Hilfsgütern schneller vonstatten gehen sollte.
Mittlerweilen untersuchen mehr und mehr Forscher die direkten Folgen und beginnen zu verstehen, was wirklich geschah: Mittlerweilen weiss man, dass der Tsunami an einigen Stellen - vor allem im Inneren kleiner Buchten - mit einer Höhe von bis zu 40 Metern auf die Städte und Dörfer prallte. Nun war man sich der Gefahr durch Tsunamis schon seit jeher bewusst und hatte entsprechend Dämme errichtet, aber ein 10 Meter hoher Damm hilft bei einer 40 Meter hohen Wasserwand nicht viel. Dazu tauchte unlängst das folgende Video auf. Der Mann im Hintergrund klagt immer wieder: "Was ist mit dem Damm? Wozu haben wir den Damm?"
Wissenschaftler haben bei GPS-Vermessungen des weiteren zwei weitere Dinge festgestellt:
- das Absinken ganzer Küstenlandschaften, genannt 地盤沈下 jiban chinka, erreicht mancherorts mehr als einen Meter - das ist in Gegenden katastrophal, wo die einzigen Ebenen bereits vorher auf Meeresniveau lagen. Kleinere Sturmfluten bzw. eine etwas erhöhte Flut reicht aus, um zahlreiche Ortschaften und sehr viel Ackerland volllaufen zu lassen.
- die Plattengrenze ist noch immer in Bewegung, und man kann, trotz nachlassender Nachbeben, noch nicht von Entwarnung sprechen. Es ist sehr gut möglich, dass in absehbarer Zukunft - dies können allerdings auch Jahrzehnte sein - ein weiteres starkes Beben im Bereich 8+ folgt.
Man baut derweilen mit Hochdruck provisorische Unterkünfte - hat jedoch gleichzeitig in einigen besonders tief gelegenen Ortschaften teilweise einen Baustopp erlassen.

Quelle und vollständiger Artikel: http://www.tabibito.de/japan_blog/blogs/

Deutsche Mehrheit gegen EU und Euro - ich gehöre auch dazu!

30.04.2011
Allensbach-Umfrage: 67 Prozent der Deutschen vertrauen der EU nicht oder kaum. „Dass sich bisher keine antieuropäischen Ressentiments Luft machen, hat vor allem damit zu tun, dass sich in Deutschland bisher keine Partei zu ihrem Sprachrohr macht ."

Die Schuldenkrise zeigt Wirkung: Nach neuen Allensbach-Umfragen haben zwei Drittel der Deutschen (67 Prozent) nur noch geringes oder gar kein Vertrauen in die Europäische Union. „Das Vertrauen in die EU und die europäische Währung hat seit Anfang 2010, als die Probleme Griechenlands eskalierten, massiv gelitten“, schreibt Allensbach-Chefin Renate Köcher in einem Gastbeitrag für die WirtschaftsWoche. „Läuft die Wirtschaft wieder schlechter, könnten sich hierzulande antieuropäische Ressentiments verstärken.“
2005 waren laut Allensbach noch 62 Prozent der Bürger überzeugt, dass Europa und die europäische Integration die Zukunft Deutschlands seien – jetzt sind es nur noch 41 Prozent. Köcher: „Dass sich bisher keine antieuropäischen Ressentiments Luft machen, hat vor allem damit zu tun, dass sich in Deutschland bisher keine Partei zu ihrem Sprachrohr macht – und dass die Bürger zunehmend vom Aufschwung profitieren. Wie weit der Rückhalt für Europa ernsthaft gefährdet ist, wird sich im nächsten Abschwung zeigen.“
Nur eine Minderheit sei zudem überzeugt, dass der europäische Rettungsschirm dazu beiträgt, den Euro langfristig zu stabilisieren. Zwei Drittel der Bürger äußern daran Zweifel, so Köcher.
Michael Mross zum Bericht über die Allensbach-Umfrage:
Die Chefin von Allensbach vermischt geschickt EU, Euro und Europa. Die Deutschen haben keineswegs antieuropäische Ressentiments. Sie haben allerdings etwas gegen die Junta in Brüssel, die ihnen diktiert,  welche Glühbirnen sie zu nutzen haben und immer mehr Deutsche sind auch gegen die Ihnen aufgezwunge Gemeinschaftswährung "Euro", von der von Anfang an klar war, dass sie nicht funktionieren kann. Im Übrigen war schon immer eine Mehrheit der Deutschen gegen den Euro, auch schon vor dessen Einführung.
Wir dürften in Zukunft noch häufiger mit dem Vorwurf "antieuropäisch" konfrontiert werden, wenn es gegen Brüssel und Euro geht. Dagegen ist der Euro selbst und das Gebahren der Brüsseler Bürokraten tatsächlich antieuropäisch. Dass der Euro am Ende als europäischer Spaltpilz wirkt, wurde bei MMnews schon oft erörtert.
Leider differenziert der Mainstream diesen Sachverhalt kaum. Falls die Menschen gegen den Euro einst auf die Straße gehen sollten, dann wird es heißen: das sind Antieuropäer. Diese Form der Diffamierung muss Einhalt geboten werden. Die Menschen wollen Europa, aber sie wollen keinen Euro und keine Diktatur aus Brüssel, welche die nationalen Parlamente entmachtet.